reflections

eh klar - schlimmer gehts immer .. but sometimes there is a happy ending <3

Also jedenfalls dachte ich, mein riesen Prinzessinbauch und mein Wischmop-Hündchen stehen am Anfang vom Ende. (-Ich will an dieser Stelle erwähnen, dass das kein 'ich-bin-so-arm-jammer Blog' werden soll - aber in späteren Blogs versteht man dann vielleicht eher zumindest ein bisschen warum ich bin wie ich bin ;D )

An diesem Punkt hab ich einfach nur noch gemacht - Kisten mit meinem ganzen Kram von der 'alten' Wohnung voll geräumt (was nicht immer ganz einfach war, weil mein im vorderen erwähnter Arschloch-Ex, nichts besseres zu tun hatte als meine Sachen vor mir weck zu sperren) und irgendwie geschaut wie ich und Baby dann in meinem alten Kinderzimmer Platz haben.

 

Das ging so ca 1halb Wochen gut und dann in einer Montag Nacht- wenige Stunden nach dem ich meinem Chef noch locker lässig gesagt hatte, dass ich bestimmt nicht vom einen auf den anderen Tag verschwinde (ich hatte schon mal erwähnt dass das Schicksal bei mir seinen schwarzen Humor ab lässt) - musste ich in der 27. Schwangerschaftswoche ins Krankenhaus. Befund: der Stress und seelische Belastung war für meine Kleine zu viel-sie wollte sich 13 Wochen zu früh auf den Weg machen.

8 Tage im Krankenhaus liegen, den ganzen Tag an ein Wehenhämmer-Gerät angeschlossen - ihr habt keine Ahnung wie umständlich jeder Toilettengang sich in den engen Krankenhaustois gestaltet mit diesen riesen Dingern ...Und als dann noch eine 'nette' Ärztin kam und mir die Überlebenschancen meines Babys schilderte (50/50 lt ihr) und ich dann auch noch mit bekam wie ein Baby auf der Station starb, resignierte ich und dacht nur noch

'sollte ich dieses Krankenhaus ohne mein lebendes Kind verlassen, weiß ich wohin mein erster Weg führt' - der wäre nähmlich direkt auf eine hohe Brücke oder, weil ich ja diese blöde Höhenangst habe, direkt auf die Gleise gegangen.

Ja, zugegeben - sehr dunkle Gedanken, aber jede Mami kann sie vermutlich nach vollziehen.

 

Normalerweiße bin ich nicht gläube - aber ich danke dem lieben Gott, dem Schicksal oder wem auch immer dafür, dass ich nach diesen 8 Tagen mit dem Befund, dass sich meine Prinzessin noch mal besser in ihre Bauchwohnung eingekuschelt hat und ich nun zu Hause Bettruhe halten darf, nach Hause kann.

 

Na gut - zu gegeben - ich mutierte zu einem 1,59 cm Michellin Weibchen, denn neben meinem Wuff, dem Fernsehn und Internet wurde Essen mein bester Freund. Besonders Pudding und Apfelmus - 1 Liter davon am Tag war gar nix :D

Bettruhe ist nichts schönes - gähnende Langweile und viel zu viel Zeit zum Kopf zerbrechen - aber ich war für jeden Tag dankbar den meine Kleine noch in meinem Bauch blieb.

 

Die Tage und Wochen vergingen (zwischenzeitlich, sogar im Krankenhaus, musste ich mich noch mit meinem Ex ärgern aber, das muss ich nicht weiter aus führen, denn im Oktober hat er dann vom einen auf den anderen seine Nummer und FB Account gewechselt und ist um gezogen..) und irgendwann Ende November war der Tag der Tage da - ich bekam meine kleine Maus: (vorweg Achtung- ich habe hier meinen Geburtsbericht einfach rein kopiert und hab jetzt nix verschönigt - also wer eine niedere Ekel-Toleranz-Grenze hat am besten das groß geschriebene aus lassen )

 

Alles begann am Montag morgens als die ersten 'Anzeichen' kamen.

Wollte mich aber nicht verrückt machen, weil ich ja wusste, dass es trotzdem noch etwas mit der Geburt auf sich warten lassen könnte und mein VET ja eigentlich auch erst eine Woche später war.

Ich ging dann noch mit Freunden etwas trinken und konnte seit langem wieder richtig lange sitzen bleiben und hatte einen total lustigen Nachmittag (Im Nachhinein glaub ich ja Alina wollte mir diesen Nachmittag noch irgendwie ‚schenken‘ ) Meine Freunde wizelten noch 'Höhö wie lustig wäre es wenns jetzt los geht' ... jaja ihr Lieben, wenn ihr bzw eure Frauen mal ein Kind bekommen wird euch das Lachen schon vergehen, höhö ;D

Einen Tag später,am Dienstag stand ich dann schon ziemlich früh, so gegen 5 Uhr, auf weil ich nicht mehr schlafen konnte und unterbewusst ein komisches Gefühl hatte – irgendwas war anders. Ich ging dann auch aufs WC und verlor wieder einen Teil meines Schleimpfropfs und kurze Zeit später definitiv den ganzen (*pfui* das Teilchen macht seinem Namen alle Ehre).

Ab da, es war ca. 7 Uhr, hatte ich ein komisches Ziehen im Unterleib und dachte mir noch so „Oh gut, dann bekomm ich sie vielleicht doch noch die nächsten Tage“ (ich hatte irgendwie, seit ich aus der kritischen Zeit herausen war, meistens das Gefühl, dass ich über den VET gehe)

Um 9 Uhr hätte ich mich mit einer Freundin verabredet, sagte ihr aber um 8 Uhr ab weil ich mich nicht mehr so recht hin traute, da ich doch merkte, dass dieses mysteriöse Ziehen regelmäßiger und teilweise stärker wurde.
Zu dem Zeitpunkt glaubte ich aber immer noch nicht daran, dass es los gehen könnte.

Irgendwann dachte ich mir dann aber doch, dass ich vielleicht die Abstände dieses Ziehens aufschreiben sollte – da war es 8:48 Uhr und es kam ca. alle 9 Minuten. Ab 9:54 alle 5 bis 7 Minuten bis ca. 12 Uhr da wurden die Abstände auf einmal rasend schnell kürzer und sehr unangenehm.

Dachte mir dann, dass ich mich doch mal von Oma ins Krankenhaus fahren lassen sollte, da das ja auch nicht gerade um die Ecke war. Oma weigerte sich zuerst, aber nach dem ich androhte sonst selber mit dem Auto zu fahren, ist der Bluff auf gegangen und meine Oma düste los.
Im Auto hab ich dann noch zu ihr gesagt „Ich hoffe die schicken mich jetzt nicht wieder heim…“ – Ja ich gehöre wohl zu den wenigen zerstreuten Frauen die es doch nicht 100% wissen wann Wehen los gehen

Im gleichen Tempo düste sie mit mir und meiner Tasche dann über den Parkplatz zum Krankenhaus und ich hatte auf dem Weg sicher 3 bis 4 Wehen, wie ich dann im Nachhinein wusste, die ich aber zu stolz war vor allen Leuten zu veratmen obwohls mich fast aus den Schuhen gekippt hätte teilweise.

Als ich dann endlich im Voruntersuchungsraum des Kreissaals angekommen war kam ich ans CTG und hatte einen Drang zu Pressen (da war’s ca. 13 Uhr) und das war dann auch der Zeitpunkt wo mir doch dämmerte, dass es jetzt los geht.

Versuchte dann Anfangs diesen Pressdrang noch zu veratmen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich denn echt schon soweit bin und mein Mumu annähernd offen ist und bat dann auch aufs WC zu gehen weil ich meinte ich müsse mal Groß

Musste ich aber definitiv nicht und setzte dann auch die Hebamme von diesem Drang in Kenntnis, die es dann auf einmal ganz eilig hatte meinen Mumu ab zu tasten und als sie dies dann tat, stellte sie auf einmal weit die Augen heraus, wurde noch hektischer und meinte „ Kein Wunder, dass sie einen Pressdrang haben- da brauchen wir keinen Ultraschall mehr –ich kann den Kopf spüren und der Mumu ist komplett offen! Ab in den Kreissaal!“

Ich wurde dann schnell ganz aus gezogen und in ein schickes Nachthemd gesteckt und ging dann die paar Schritte zu Fuß rüber in den Kreissaal.
Dort empfang mich eine etwas ältere Hebamme, wo ich im Nachhinein glaube, dass das für mich persönlich die perfekte Hebamme für die Geburt war – sie gab mir einfach die Sicherheit, dass ich die Geburt überstehe auch wenn sie nicht immer mega sensibel war und besonders bei der Nachuntersuchung fast nen Fuß von mir ins Gesicht gedonnert bekommen hätte.

Sie forderte mich, dann also kaum im Kreissaal angekommen, sofort auf zum mit pressen und sagte irgendetwas davon, dass sie den Kopf schon sehe und von ‚Sternchengucker‘.
Zwischenzeitlich, kam dann zum Glück auch meine Mama vom Zahnarzt direkt in Kreissaal und hielt mir die ganze Zeit die Hand.
Wir probierten verschiedene Positionen aus – Gebärhocker, Stehen, Seitenlage und am Ende am Rücken liegend und kam mir ein bisschen wie im Fitnessstudio vor begleitet von einem von mir „Scheiße, Fuck, Au“ (und ja ich hab geschrien und Urlaute von mir gegeben).

Als ich dann die letzte Position eingenommen hatte und sagte „ Ich kann langsam nicht mehr“ war es aber dann endlich nach ca. 2 Stunden Presswehen soweit – das Köpfen schob sich endlich weiter voran und ich glaube es waren 4 weitere Presswehen und meine kleine, wunderschöne, perfekte Tochter war auf der Welt – ich war nun wirklich Mami.

Ich und meine Mama haben geweint vor lauter Glück- es war einfach so unglaublich – da lag sie nun endlich um ca 15:00 Uhr auf meiner Brust mit ihren knapp 3 kg.

Das war der Moment in dem sich auf einmal alles änderte, ab diesem Moment schlug mein Herz nur noch für meine kleine Maus, sie ist meine große Liebe – mein Ein und Alles!

Ja, ich bin unendlich dankbar, dass ich Mami sein darf- jeden Tag aufs neue ... vielleicht noch ein bisschen mehr, wie manch andere stolze Mami ...

21.10.12 20:15

Letzte Einträge: the beginning of a new life .. oder wie man (alleinerziehende) Mami wird

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